Frida Kahlo und die Farben des Lebens – Caroline Bernard

Frida Kahlo und die Farben des Lebens – Caroline Bernard

„Ich bin eine Revolution!“ Frida Kahlo.

Mexiko, 1925: Frida will Ärztin werden, ein Unfall macht dies zunichte. Dann verliebt sie sich in das Malergenie Diego Rivera. Mit ihm taucht sie in die Welt der Kunst ein, er ermutigt sie in ihrem Schaffen – und er betrügt sie. Frida ist tief verletzt, im Wissen, dass Glück nur geborgt ist, stürzt sie sich ins Leben. Die Pariser Surrealisten liegen ihr genauso zu Füßen wie Picasso und Trotzki. Frida geht ihren eigenen Weg, ob sie mit ihren Bildern Erfolge feiert oder den Schicksalsschlag einer Fehlgeburt hinnehmen muss – doch dann wird sie vor eine Entscheidung gestellt, bei der sie alles in Frage stellen muss, woran sie bisher geglaubt hat.

»Eine Liebeserklärung an die Kunst, an die Weiblichkeit, an die Freiheit und den Mut, sie jeden Tag neu zu erringen – ein wunderbar zartes und doch kraftvolles Herzensbuch.« Nina George (Quelle: Amazon.de)

Rezension:

Frida Kahlo de Rivera (*6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt, † 13. Juli 1954) Sie zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen einer volkstümlichen Entfaltung des Surrealismus.

Von Frida Kahlo kenne ich einige ihrer Bilder und weiß, das sie kein leichtes Schicksal hatte. Mit diesem Buch konnte ich sehr intensiv in Frida’s Leben und ihr künstlerisches Schaffen eintauchen. Das liegt zunächst einmal am wunderbar einfühlsamen Schreibstil der Autorin, aber auch an der interessanten Figur Frida Kahlo und ihrer gelungenen Darstellung im Buch an sich.

Caroline Bernard bringt sämtliche Gefühle und Stimmungen Frida’s berührend und sehr deutlich zum Ausdruck, man fühlt sich ihr sehr nahe. Allen Schmerzen zum Trotz entwickelt Frida nach einem Unfall echten Kampfgeist und rappelt sich wieder auf, ständig begleitet von einem Gipskorsett, welches sie nach ihren Verletzungen tragen muss. Sie malt im Liegen und die Kunst und Malerei werden für sie zur treibenden Kraft und auch die Liebe zu Diego, in dem sie einen künstlerischen Seelenverwandten findet, ermutigt sie und gibt ihr Kraft, anstatt mit ihrem Schicksal zu hadern. Eine tolle Frau!

Richtig glücklich verläuft die Ehe mit Diego Rivera nicht, sie erleidet mehrere Fehlgeburten und Diego betrügt sie ständig. Irgendwann kann Frida auch damit umgehen und sie genießt ihr Leben, hat mehrere Liebschaften und nimmt sich vom Leben das, was sie glücklich macht. Ihre Krankheit, ihre Verzweiflung und ihren Kummer verarbeitet Frida in ihren Bildern und zeigt mit ihrer bunten mexikanischen Kleidung Lebensfreude, die überall auffällt.   

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die intensive Darstellung von Frida’s Gefühlen, den farbenfrohen Bildern und der schwierigen Ehe. Ich bewundere Frida! Auch ihre politischen Ansichten und ihr  revolutionärer Eifer werden im Buch deutlich. 

Frida Kahlo’s Geschichte ist ausdrucksvoll eingebunden in das politische Zeitgefühl und gesellschaftliche Umfeld in Mexiko, aber auch in Amerika, wo Frida ebenfalls gelebt hat. Man kann ihre Familie und Freunde näher kennenlernen und entdeckt, wie wichtig die Kultur der Azteken für sie war. 

Eine starke Frau, die ihre Wut in Stärke verwandelt und sich aus ihren eigenen Tiefschlägen umso stärker wieder erhebt. Ihre farbenprächtigen Bilder sind Zeichen ihrer Kraft und ihres Mutes, ihren Weg weiter zu gehen. Allen Widerständen und Verlusten zum Trotz. Sie flüchtet in ihre Kunst, diese Gemeinsamkeit verbindet sie auch mit Diego und das ist auch ein Grund für ihre große Liebe zu ihm.   

Fazit:

Die einfühlende und lebendig erzählte Geschichte dieser Künstlerin hat mich fasziniert. Selten hat mich ein Buch einem Menschen näher gebracht. Ich bewundere Frida Kahlo’s enormem Lebensmut, ihre Leidenschaft und ihren Lebenshunger! Ein gelungenes Meisterwerk!

5/5*

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  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2. (2019)
  • ISBN-13: 978-3746635910

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