Die Krone der Dunkelheit – Laura Kneidl

Die Krone der Dunkelheit – Laura Kneidl

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird … (Quelle: Amazon.de)

Rezension: Wow! Was für ein Buch, was für eine Spannung!

Schon das wundervolle Cover hat seine ganze Aufmerksamkeit auf mich gelenkt. Der Klappentext packte mich sofort und konnte mein Interesse wecken. Ich musste das Buch unbedingt lesen! Die Story selbst wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei sich die beiden Charaktere (Freya und Ceylan) zu Beginn noch an unterschiedlichen Orten befinden.

Thorbia, das Land der Menschen und Melidrian, das Land der magischen Wesen. Laura Kneidl beschreibt diese Orte sehr anschaulich und mit sehr vielen Details, eine faszinierende Welt. Eine detailgetreue Karte im hinteren Teil des Buches lässt alles mehr und mehr verdeutlichen, wo sich die Szenen abspielen. In meinem Kopf nahmen die verschiedenen Schauplätze dadurch sofort Form an.

Was für eine Vielfalt an verschiedenen Personen und magischen Wesen! Von Menschen über Fae bis hin zu Göttern und den Elva ist hier einiges dabei. „Die Krone der Dunkelheit“ weist ein hohes Maß an Kreativität und Ideenreichtum auf, die das Setting lebendiger wirken lassen. So ist die Lektüre schön abwechslungsreich.

Die Figuren haben mir zudem auch gut gefallen, da Freya und Ceylan zwei starke Frauen sind, die ihren Weg gehen und die taff sowie kraftvoll sind. Gerade dies hat mir sehr gut gefallen, da die beiden sich so von anderen Protagonistinnen auf dem aktuellen Buchmarkt durch ihre Stärke abheben. Aber auch die anderen Figuren fand ich sehr interessant, da bei einigen nicht klar ist, ob man ihnen trauen kann und wie ihre weitere Entwicklung aussehen könnte. Die Autorin erzeugt bei den verschiedenen Figuren Sympathien und Antipathien, wobei sich das Blatt doch stets wenden kann, da die Charaktere doch immer wieder zu überraschen wissen.

Nachdem man die Gelegenheit hat, alle Charaktere einzeln besser kennenzulernen, gelingt es der Autorin am Ende auf eine sehr geschickte Art und Weise die einzelnen Erzählstränge zu einem Ganzen zusammenzuführen. Auslöser dafür ist vor allem auch ein Handlungswechsel, den ich nicht habe kommen sehen und der mich deshalb positiv überrascht hat. Am Ende des Buches erwartet den Leser schliesslich ein (vorübergehender) Showdown, der die Handlung ein ganzes Stück voranbringt und mich dazu gebracht hat, danach gleich den 2. Teil „Die Krone der Dunkelheit – Magieflimmern“ zu lesen zu beginnen.

Fazit: „Freya seufzte. „Soll ich euch ein Geheimnis verraten?“ Larkin antwortete nicht, aber er drehte den Kopf in ihre Richtung. „Wörter sind nicht begrenzt. Ihr könnt davon so viele benutzen, wie ihr wollt, ohne das sie euch ausgehen. Faszinierend, oder?“ …auch schmunzeln kann man in diesem Roman…

Die Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen! Vor allem das Setting überzeugt durch seine gute Ausarbeitung, die tollen Ideen und die gute Beschreibung, durch die bei mir sofort Bilder im Kopf entstanden. Auch die magischen Wesen fand ich sehr abwechslungsreich. Zudem mochte ich die Charaktere, da sie sich voneinander abheben und immer zu überraschen wissen.

5*

2020-04-10

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.