Tot bist du perfekt – JP Delaney

Tot bist du perfekt – JP Delaney

Auf immer und ewig. Ob du willst oder nicht.

Du schlägst die Augen auf und etwas stimmt nicht. Du weißt nicht, was dir passiert ist. Du liegst in einem fremden Bett. In einem Krankenhaus. Neben dir steht dein Mann Tim, ein erfolgreicher Unternehmer. Er hat Tränen in den Augen, weil du – seine geliebte, perfekte Frau – am Leben bist. Du denkst, du hättest einen schweren Unfall gehabt. Doch dann sagt Tim: Wir haben jahrelang daran gearbeitet, dass ich dich wiederbekommen konnte …

Du entdeckst dein Leben wie mit fremden Augen. Du ahnst Gefahr, aber du weißt nicht, wo genau sie lauert. Du weißt nur: Du musst wachsam sein. Denn irgendwo in deinem schönen Haus, bei deinen Liebsten liegt der Grund dafür – der Grund, warum du vor Jahren gestorben bist. (Quelle: Amazon.de)

Ein großes Dankeschön geht an den Penguin-Verlag und das Bloggerportal für das tolle Rezensionsexemplar. 

Rezension:

Das Buch, was man schon im Klappentext herausliest, ist in einer ungewohnten Perspektive geschrieben. So heißt es nicht „Ich“ oder „Sie“, sondern „Du“. Doch nach den ersten hundert Seiten habe ich mich gut daran gewöhnt. Im Buch gibt es zwei vorrangige Zeitstränge, einmal die Gegenwart, aus Sicht der KI Abbie und die Vergangenheit, in der die Anfänge der Beziehung von Abbie und Tim geschildert werden.

Zum überraschenden Finale wechselt die Erzählperspektive zwischen „Du“ und „Ich“. Warum diese ungewöhnliche Art der Erzählung gewählt wurde, erschloss sich mir erst ganz am Ende.

Bereits auf den ersten Seiten entwickelte sich das Buch ganz anders, als ich es erwartet hatte. Aber ich war positiv überrascht. Kontinuierliche Spannungsbogen bauen sich auf, die sich bis zum Ende halten.  Aufgrund der vielen Überraschungs- und Schockmomente ist auch das Ende ein genialer Schachzug. Nichts ist wie es scheint und man kann niemandem trauen.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass Abbie und Tim einen autistischen Sohn haben. Danny ist ein sehr liebenswertes Kind und im Buch wird oft auf ihn und seine Krankheit eingegangen. Auch JP Delaney ist Vater eines Kindes, dass mit dieser Entwicklungsstörung zu leben hat. Es werden erschreckende Methoden zur Heilung dieser Krankheit gezeigt und in dem Nachwort des Autors erfahren wir etwas mehr darüber.

JP Delaney hat eine Vision von menschlichen Robotern entwickelt, die mich von Anfang an, auch dank des tollen Schreibstils, überzeugt und gefesselt hat. 

Fazit:

Eine erschreckend realistische Geschichte dessen, was passieren kann, wenn künstliche Intelligenz Einzug in unser Leben hält. 

Es handelt sich hier zwar um einen Thriller, aber eher einen ruhigen Thriller, in dem es trotzdem immer wieder unerwartete Wendungen gibt.

4/5*

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  • Verlag: Penguin Verlag; 2. Auflage 2020
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 449 Seiten
  • ISBN: 978-3-328-10459-9

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